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Abfahrtsorte für Grachtenfahrten in Amsterdam

Wo die Boote ablegen, wie Sie hinkommen — und welcher Anleger sich für welchen Teil Ihres Tages anbietet.

Kleines offenes Boot auf einer Amsterdamer Gracht

© Mathilda Khoo / Unsplash

Amsterdam hat kein zentrales Fahrgastterminal. Die Boote legen an einem knappen Dutzend Stellen im Zentrum ab, und bei vielen Touren wählen Sie den Anleger bei der Buchung selbst aus. Weil die Routen sich stark ähneln, ist die Wahl des Startpunkts meist die praktischere Entscheidung als die Wahl der Reederei: Nehmen Sie das Boot, das dort ablegt, wo Sie ohnehin sind.

Hauptbahnhof: Prins Hendrikkade und Damrak

Der wichtigste Ausgangspunkt. Direkt vor dem Hauptbahnhof, an der Prins Hendrikkade und am Damrak, liegen die Anleger von Lovers, Stromma und mehreren kleineren Anbietern dicht beieinander — hier fahren die meisten Boote und am häufigsten. Wenn Sie mit dem Zug ankommen oder abreisen, ist das der naheliegende Ort.

Der Nachteil: Hier ist auch am meisten los. In der Hochsaison stehen vor den Kassen Schlangen, und ein spontanes Ticket kann eine halbe Stunde Wartezeit bedeuten. Mit vorab gebuchtem Zeitfenster umgehen Sie das.

Anne-Frank-Haus, Westermarkt und Prinsengracht

Mehrere Anbieter legen unmittelbar am Anne-Frank-Haus ab. Das ist die naheliegende Anschlussfahrt nach dem Museumsbesuch — und die Prinsengracht ist eine der schönsten Grachten für den Beginn einer Fahrt. Die Boote sind hier oft kleiner als am Hauptbahnhof.

Rijksmuseum, Stadhouderskade und Heineken Experience

Der zweite große Anlegerknoten liegt im Museumsviertel: Blue Boat legt an der Stadhouderskade gegenüber dem Hard Rock Café ab, weitere Boote an der Heineken Experience. Wenn Sie den Tag im Rijksmuseum oder Van Gogh Museum verbringen, ist das der Anleger mit dem kürzesten Weg.

Leidseplein

Ein kleinerer Anleger am westlichen Rand des Grachtengürtels, gut erreichbar mit mehreren Tramlinien. Weniger Boote als am Bahnhof, dafür deutlich weniger Andrang.

Oosterdokskade und Sea Palace

Östlich des Hauptbahnhofs, wenige Gehminuten entfernt, liegen die Anleger für die meisten privaten Fahrten und für die Touren mit BBQ, Bier oder unbegrenzten Getränken. Orientierungspunkt ist das schwimmende Restaurant Sea Palace.

A'DAM Tower und NDSM in Amsterdam-Nord

Zwei Anleger nördlich des IJ. Beide erreichen Sie vom Hauptbahnhof aus mit den kostenlosen Fähren — zum A'DAM Tower mit der F3 in wenigen Minuten, zur NDSM-Werft dauert es etwas länger. Die Überfahrt selbst ist bereits ein kleiner Ausflug und kostet nichts. Ab NDSM fährt das Pfannkuchenboot.

Wie Sie den richtigen Anleger wählen

Drei Faustregeln: Erstens, buchen Sie den Anleger, der zu Ihrem Tagesplan passt — nicht den, der am bekanntesten ist. Zweitens, planen Sie 15 Minuten Puffer ein; die Boote warten nicht, und manche Anleger sind schlecht ausgeschildert. Drittens, prüfen Sie bei Abendfahrten und in der Nebensaison die Adresse noch einmal in Ihrer Buchungsbestätigung — einige Anbieter verlegen den Startpunkt saisonal.

Fragen und Antworten

Wo starten die Grachtenfahrten in Amsterdam?

Die meisten Boote legen am Hauptbahnhof ab, an der Prins Hendrikkade und am Damrak. Weitere wichtige Anleger liegen am Anne-Frank-Haus, am Rijksmuseum, am Leidseplein, an der Heineken Experience und am A DAM Tower in Amsterdam-Nord. Bei vielen Touren können Sie den Startpunkt bei der Buchung wählen. Nehmen Sie den, der Ihrem Standort am nächsten liegt — die Routen ähneln sich ohnehin. Alle Anlegestellen im Detail beschreiben wir auf einer eigenen Seite.

Wie oft fahren die Boote?

Die großen Reedereien fahren in der Hauptsaison etwa alle 15 bis 20 Minuten, in der Nebensaison alle 30 Minuten. Die Hop-on-Hop-off-Boote verkehren alle 20 bis 45 Minuten, im Winter seltener. Kleine Boote mit Live-Guide haben dagegen feste Abfahrtszeiten, oft nur drei bis fünf pro Tag — hier sollten Sie den gewünschten Termin reservieren.

Muss man eine Grachtenfahrt vorher buchen?

Für die klassische Rundfahrt in der Nebensaison nicht unbedingt — Sie können zur Anlegestelle gehen und ein Ticket für die nächste Abfahrt kaufen. In der Hochsaison, an Wochenenden und an Feiertagen sollten Sie dagegen reservieren: Die beliebten Fahrten sind dann regelmäßig ausverkauft, und vor den Kassen am Hauptbahnhof bilden sich Schlangen. Für alle kleineren Boote, für Fahrten mit Live-Guide und für alles mit Essen oder Getränken gilt: unbedingt vorab buchen. Diese Boote haben zwölf bis dreißig Plätze und sind oft Tage im Voraus voll.

Noch unentschlossen?

Die meisten Besucher sind mit der klassischen einstündigen Rundfahrt gut bedient — sie ist die günstigste und fährt am häufigsten. Wer etwas mehr will, nimmt eine Fahrt im kleinen offenen Boot mit Live-Guide.

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